Mitfahrbänke

Die Idee der Mitfahrbänke ist einfach, schafft persönliche Nähe, stärkt den Zusammenhalt und befördert die Mobilität, auch ohne eigenes Auto. Und – auch wenn es uns gelegentlich schwerfällt, das zu begreifen – wir müssen weniger mit Autos unterwegs sein. Und das geht auch gut in Kaufungen: Der Ort ist überschaubar, wir kennen uns und es fahren noch genügend Autos, meist nur mit einer Person besetzt, durch die Straßen.

Die Idee der Mitfahrbank ist unkompliziert und verbindet Menschen: wer vom Dorf in die Innenstadt möchte oder seinen Einkauf nicht bergauf tragen will, kann die Mitfahrbänke nutzen. Von einer Bank aus führt der Weg meist zu unterschiedlichen Zielen. Bevor Sie sich also auf die Bank setzen, wählen Sie Ihr Ziel mit Hilfe der Zielschilder aus. So erkennen die Autofahrenden, wohin Sie möchten. Setzen Sie sich dann auf die Bank und warten Sie ein paar Minuten.

Autofahrende mit passendem Ziel und freien Sitzplätzen können die potenziellen Mitfahrerinnen und Mitfahrer ganz unkompliziert mitnehmen. Mitnehmen und mitgenommen werden kostet kaum Zeit und kein Geld. So wird zu mehr geteilter Mobilität und Kommunikation beigetragen und das Klima geschützt.

Es gibt einige Menschen, die kein eigenes Auto (mehr) besitzen oder deren Mobilität eingeschränkt ist. Viele Kurzstrecken sind oft für ältere Mitbürger/innen eine Herausforderung, wenn sie nicht mehr so gut zu Fuß sind. Manche Menschen entscheiden sich bewusst gegen ein eigenes Auto, haben jedoch nicht stets die Möglichkeit eines auszuleihen. Auch der öffentliche Nahverkehr deckt weder in zeitlicher noch in räumlicher Hinsicht alle individuellen Mobilitätsbedürfnisse ab. Der Verein Spurwechsel e.V. wird in den nächsten Wochen mit Unterstützung der Gemeinde und des Regionalforums mindestens 13 Mitfahrbänke aufstellen.

Großer Dank gebührt auch unseren Sponsoren:

Ursprünglich stammt die Idee der Mitfahrbänke aus Rheinland-Pfalz und wird seit 2014 bereits an vielen Standorten in Deutschland besonders im ländlichen Raum praktiziert.

Wenn so viele Mitfahrbänke aufgestellt werden, dass ein Mitfahrnetz entsteht, kann der Individualverkehr verringert und die Mobilität und somit die Lebensqualität der Bürger/innen erhöht werden. Es können sich an Mitfahrbankstandorten spontane Mitfahrgelegenheiten ergeben, aber auch vermehrt Fahrgemeinschaften gebildet werden. Und wer nicht mit einem Fremden fahren möchte, wartet einfach, bis ein bekanntes Gesicht auftaucht und teilt dies anhaltenden Autofahrer/innen freundlich mit.

         Das Prinzip

  • Einfach kostenlos von A nach B – jede/r kann mitmachen!
  • Es gibt keine Verpflichtung, es gibt keine Bedingungen, es gibt keine Kosten.
  • Setz Dich auf eine Mitfahrbank! Der nächste wohlwollende Autofahrer oder die Autofahrerin hält spontan an und bietet Dir eine Mitfahrgelegenheit an, weil im Auto Platz ist und er/sie sowieso dorthin fährt.

         Die Regeln

  • Fahrer/innen und Mitfahrer/innen entscheiden sich freiwillig
  • Alle Fahrten sind kostenlos
  • Mitfahrer/innen sind im Auto gesetzlich mitversichert
  • Kinder unter 14 Jahren können nicht mitgenommen werden
  • Jugendliche von 14 bis 18 nur mit Einwilligung ihrer Eltern

Das System Mitfahrbank setzt damit gezielt auf die Stärke des ländlichen Raums: Man kennt sich und hilft sich gegenseitig!

Und die Idee der Mitfahrbänke ist schon weit verbreitet. Ein paar Linktipps haben wir zusammengestellt.

Photo by Markus Spiske on Unsplash